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Heuschnupfen bei Kindern: Ein blondes Mädchen in Jeansjacke auf einer grünen Wiese putzt sich die Nase.
iStock/Eva-Foreman
Symbolbild

Immer mehr Kinder sind von einer Pollenallergie betroffen. Doch oft wird der Heuschnupfen bei Kindern nicht richtig behandelt. Was Eltern wissen sollten, damit Kinder nicht unnötig leiden.

Laufende Nase, juckende Augen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen – immer mehr Kinder haben in der Blühsaison wochenlang unter den Symptomen der Pollenallergie zu leiden. Oft unnötig, da eine gute Behandlung möglich ist. Dabei geht es nicht nur darum, die quälenden Beschwerden zu lindern, sondern auch Folgen wie Asthma oder eine Nahrungsmittelallergie zu vermeiden.

Pollenallergie – keine Bagatelle

Der Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, oder Gräsern wird durch den Wind oft kilometerweit durch die Luft getragen. Durch den Klimawandel rufen Frühblüher wie Hasel, Erle und Birke oft schon im Januar allergische Reaktionen hervor. Zudem verlängert sich die Blühzeit je nach Art bis ins späte Jahr hinein. Viele Eltern erleben, wie sehr ihr Kind unter dem allergischen Schnupfen leidet. Weniger bekannt ist, dass die Pollenallergie auch zu einer Kreuzallergie auf bestimmte Nahrungsmittel oder Asthma bronchiale führen kann.

Was passiert bei Heuschnupfen?

Bei allergischem Schnupfen reagiert das Abwehrsystem übertrieben stark auf an sich harmlose Pollen oder seltener auf Schimmelpilze. Werden diese eingeatmet, versucht das Immunsystem die Allergene zu bekämpfen und setzt große Mengen Entzündungsstoffe wie Histamin frei. Die Schleimhäute in Nase, Augen und Bronchien entzünden sich. Eine erbliche Veranlagung und verschiedene Umweltfaktoren tragen zur Entstehung einer Allergie bei.

Die Pollenallergie erkennen

Wird vermehrt Histamin als Reaktion auf den Pollenkontakt im Körper freigesetzt, löst das die typischen Allergiesymptome aus. Dazu gehören meist entzündete Nasenschleimhäute mit laufender oder verstopfter Nase und heftigen Niesattacken. Auch eine Bindehautentzündung mit geröteten, tränenden und juckenden Augen ist typisch.

Anzeichen ernst nehmen

Oft wird ein allergischer Schnupfen nicht ernst genommen und als Bagatelle abgetan. Doch eine Pollenallergie ist mehr als eine laufende Nase oder juckende Augen. Häufig kommt dazu noch eine allgemeine Abgeschlagenheit. Zudem kann die blockierte Nase dazu führen, dass betroffene Kinder schlecht schlafen und sich tagsüber schwer konzentrieren können. So beeinträchtigt der Heuschnupfen oft auch die schulische Leistung und hindert die Kinder, an sportlichen Aktivitäten teilzunehmen.

Heuschnupfen schon bei Babys

Eine Pollenallergie kann schon im Babyalter auftreten. Allerdings ist sie in den ersten Lebensjahren eher selten. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, zu erkranken. Während bei kleinen Kindern unter sechs Jahren etwa 5 Prozent von Heuschnupfen betroffen sind, leidet bereits jeder Fünfte der 14- bis 17-Jährigen unter allergischen Symptomen.

Früh behandeln und Folgen vermeiden

Ob ein Heuschnupfens Grund für die Beschwerden ist, sollten Eltern in jedem Fall vom Kinderarzt oder der Kinderärztin klären lassen. Lässt man die Behandlung schleifen, kann die Entzündung der Schleimhäute von den oberen in die unteren Atemwege wandern und ein allergisches Asthma auslösen. Man spricht dann von Etagenwechsel. Mögliche Hinweise sind ein anhaltender trockener Reizhusten oder ungewöhnliche pfeifende oder brummende Geräusche beim Atmen.

Wie wird ein Heuschnupfen festgestellt?

Ein Heuschnupfen lässt sich meist schon anhand der typischen Symptome und eventuell eines Bluttests diagnostizieren. Welche Pollenart im Einzelnen die Auslöser sind, zeigt ein einfacher Hauttest (Pricktest), der in einer allergologischen Arztpraxis durchgeführt wird. Dabei werden Lösungen von verschiedenen Pollenarten durch einen kleinen Kratzer in die Haut des Unterarms gebracht. Hat das Kind eine Allergie, rötet sich die betreffende Stelle und es bilden sich nach wenigen Minuten kleine Quaddeln.

Heuschnupfen oder Erkältung?

Ob hinter den Symptomen einer Allergie nicht vielleicht eine Erkältung steckt, lässt sich nicht immer eindeutig sagen. Die Beschwerden ähneln sich. Doch während eine Erkältung meist nur ein paar Tage dauert, hält die Pollenallergie wochen- oder sogar monatelang an. Je nach Pollenart und Pollensaison treten die Beschwerden zu bestimmten Jahreszeiten auf. Sie nehmen im Freien zu und bessern sich, wenn es regnet. Im Verlauf einer Erkältung ändern sich die Symptome in der Regel mit der Zeit. Sind es zu Beginn Kratzen im Hals und Kribbeln in der Nase, kommen später laufende Nase und oft Husten und teilweise Fieber hinzu.

Heuschnupfen bei Kindern behandeln

Die Behandlung einer Allergie bei Kindern sollte immer mit dem Arzt oder der Ärztin abgesprochen werden. Je nach Alter des Kindes kommen verschiedene Allergiemedikamente infrage, die zum Teil verordnet werden. Wir beraten Sie gerne zur richtigen Anwendung:

Antihistaminika als Nasenspray und/oder Augentropfen wirken lokal und lassen sich sowohl langfristig als auch bei Bedarf einsetzen. Gegen stärkere Beschwerden helfen Antihistaminika als Tropfen, Säfte oder Tabletten. Die Antihistaminika der neueren Generation machen meist nicht müde, können aber vorsichtshalber abends gegeben werden.
Kortisonhaltige Nasensprays wirken bei starken und dauerhaften Beschwerden entzündungshemmend an der Nasenschleimhaut. Die Wirkung setzt nicht sofort, sondern erst nach ein paar Stunden ein. Ihre volle Wirkung entfalten sie bei regelmäßiger Anwendung. Eltern sollten dem Kind dabei helfen oder die Anwendung selbst vornehmen. Je nach Alter des Kindes sind die Präparate verschreibungspflichtig.
Abschwellende Nasensprays sollten nur ausnahmsweise und nicht länger als eine Woche eingesetzt werden. Sonst könnte die Nasenschleimhaut nach dem Absetzen sofort wieder anschwellen und sich eine Art Gewöhnung entwickeln.
Cromoglicinsäure als Spray oder Tropfen stabilisiert die Mastzellen, sodass Histamin nicht ausgeschüttet werden kann. Sie muss vorbeugend, möglichst 14 Tage vor dem Pollenflug, angewandt werden, was häufig schwierig einzuschätzen ist.
Regelmäßiges Spülen der Nase mit Salzwasser reinigt die Schleimhäute von Allergenen und lindert Beschwerden. Nasenspülkannen und Salz in Portionsbeuteln erhalten Sie in Ihrer Apotheke. Befeuchtende Nasensprays oder Augentropfen „spülen“ die Pollen fort. Sie können ergänzend zu den Antihistaminika angewandt werden.
Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) ist eine Therapie, die an den Ursachen ansetzt. Dabei werden in der allergologischen Praxis kleinste Mengen der allergieauslösenden Stoffe in steigender Konzentration gespritzt. Auch die Anwendung als Tablette oder Lösung ist möglich. Die Behandlung erfolgt in der Regel über mindestens drei Jahre. So soll sich der Körper langsam an das Allergen „gewöhnen“. Je kürzer die Allergie besteht, desto größer sind die Erfolgsaussichten.
Bei Schulungen lernen Kinder, wie sie mit ihren Beschwerden am besten umgehen können. Angebote erhalten Sie beim Allergologen.

Was sind Kreuzallergien?

Viele Heuschnupfengeplagte reagieren nicht nur auf Pollen allergisch, sondern auch auf bestimmte Obst- und Gemüsesorten oder Nüsse. Bemerkbar macht sich das nach dem Verzehr zum Beispiel durch einen juckenden Gaumen oder pelzige Lippen. Bei dieser Kreuzallergie reagiert das Immunsystem auf die Allergene in Lebensmitteln, weil sie den Pollenallergenen ähnlich sind. Ob es im Einzelfall sinnvoll ist, bestimmte Nahrungsmittel zu meiden, sollten Eltern ärztlich abklären lassen.

Was hilft im Alltag?

Pollen ganz aus dem Weg zu gehen ist unmöglich. So lässt sich der Kontakt verringern:

  • Pollenflugkalender nutzen: Er zeigt, wann welche Pollen fliegen, sodass zum Beispiel bei starker Pollenbelastung bestimmte Aktivitäten im Freien gemieden werden können. Er kommt jedes Jahr neu heraus, ist als App erhältlich oder in der Apotheke als Faltblatt.
  • Richtig lüften: Auf dem Land besser abends, in der Stadt eher morgens. Halten Sie die Fenster sonst geschlossen oder bringen Sie Pollenschutzgitter an.
  • Aktivitäten planen: Bei windstillem Wetter oder nach Regen ist die Pollenbelastung draußen geringer.
  • Kleidung wechseln: Wenn das Kind vom Spielen draußen nach Hause kommt, sollte es möglichst die Kleidung wechseln und vor der Zimmertür lassen.
  • Haare waschen: Statt morgens sollten Sie Ihrem Kind besser abends vor dem Schlafengehen die Haare waschen, um die Pollen auszuspülen.
  • Kreuzallergene meiden: Nahrungsmittel wie Nüsse oder bestimmte Apfelsorten werden bei Birkenpollenallergie oft nicht vertragen. Fragen Sie die Kinderärztin oder den Kinderarzt, ob Ihr Kind bestimmte Lebensmittel meiden sollte.
  • Urlaub planen: Verbringen Sie Urlaube mit Ihrem Kind in der Pollensaison möglichst an der See oder im Hochgebirge (ab 1500 Meter).

Heuschnupfen vorbeugen?

Wenn Eltern oder nahe Verwandte eines Kindes unter einer Allergie leiden, hat das Kind ein erhöhtes Risiko, auch zu erkranken. So lässt sich das erhöhte Allergierisiko reduzieren:

Optimal wäre, Babys die ersten vier bis sechs Lebensmonate zu stillen. Ist dies nicht möglich, wird eine spezielle hypoallergene Säuglingsnahrung (HA-Nahrung) in den ersten Lebensmonaten empfohlen.
Auf Katzen sollte verzichtet werden. Hunde scheinen das Allergierisiko nicht zu erhöhen.
Schimmelpilze wachsen in feuchten, schlecht belüfteten Räumen und können das Risiko für eine Allergie fördern. Regelmäßiges Lüften von Wohn- und Schlafräumen beugt vor. Auch Lebensmittel sollten regelmäßig auf Schimmel kontrolliert werden.
Rauchen in der Schwangerschaft, aber auch das spätere Passivrauchen des Kindes erhöhen sein Allergie- und Asthmarisiko. Ein Rauchstopp ist also angesagt.
Vermehrte Luftschadstoffe in Innenräumen, etwa durch den Gebrauch von Lösungs- oder Reinigungsmitteln, können Allergien fördern. Daher auf Umweltverträglichkeit achten und gründlich lüften.
Laut Studien können Impfungen das Allergierisiko senken. Kinder sollten nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) geimpft werden.
Unser Immunsystem sitzt zu 80 Prozent im Darm und hat großen Einfluss darauf, ob sich eine Allergie entwickelt. Um das Risiko beim Kind zu senken, kann eine schwangere Frau schon wenige Wochen vor der Geburt spezielle Probiotika einnehmen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn beide Eltern Allergiker sind. Auch für Babys und Kleinkinder gibt es dafür ausgewählte und getestete Bakterienstämme.
Asthma tritt bei Kindern mit erhöhtem Körpergewicht vermehrt auf. Dagegen helfen gesundes Essen und ausreichend Bewegung.

Kritisch: Ambrosia-Pollen

Durch den Klimawandel hat sich die ursprünglich aus Nordamerika stammende Beifuß-Ambrosie stark verbreitet. Sie blüht zwischen Juli und dem ersten Frost. Ihre Pollen können schon in geringsten Mengen starke Atemwegsallergien und allergisches Asthma auslösen. Ihr Allergiepotenzial ist fünffach höher, als bei Gräserpollen. Allergiker sollten jeglichen Kontakt vermeiden. Wer eine Ambrosia-Pflanze ausreißt, trägt dabi am besten Handschuhe und bei blühenden Pflanzen auch einen Mundschutz. Um eine Ausbreitung zu verhindern, bitten Behörden darum, größere Ambrosia-Bestände zu melden (ab circa 20 Pflanzen).

Hautpflege bei Allergie

Gerade wenn die Haut wie bei Neurodermitis vorgeschädigt ist, können Pollen auch über diesen Weg in den Körper gelangen. Juckreiz, Rötungen und Hautirritationen sind mögliche Folgen. Regelmäßiges Eincremen mit speziellen für Neurodermitis geeigneten Cremes und Lotionen unterstützt den Aufbau der Hautbarriere und macht sie widerstandsfähiger.

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