Gute Ausdauer, nützliche Darmbakterien

Gute Ausdauer, nützliche Darmbakterien

Wer aktiv ist, tut sich und seiner Gesundheit Gutes. Eine Studie der San Francisco State University zeigt jetzt, dass eine entsprechende kardiovaskuläre Fitness auch dabei hilft, die Anzahl nützlicher Darmbakterien zu erhöhen. Anders gesagt: Eine gute Ausdauer fördert, so die Forscher, die Darmgesundheit.

Forscher nehmen Bakterien unter die Lupe

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Gibt es zwischen der kardiovaskulären Fitness, sprich eine gute Leistungsfähigkeit des Herzkreislaufsystems, und der Darmgesundheit einen Zusammenhang? Dieser Forschungsfrage gingen Ryan Durk und Jimmy Bagley nach. Dafür wurden 20 Männer und 17 Frauen als Testpersonen rekrutiert. Sie unterzogen sich verschiedenen Fitness-Tests, ihr Körper-Fett-Anteil wurde bestimmt und sie schrieben ein Ernährungstagebuch. Zum Studienende gaben sie eine Stuhlprobe ab. Daraus wurde im Labor die jeweilige DNA extrahiert, um die Proben im Hinblick auf die Darmbakterien-Zusammensetzung zu analysieren. Dabei untersuchten die Wissenschaftler das Verhältnis zwischen zwei Bakteriengattungen: Firmicutes und Bacteroides. Anhand des Verhältnisses lassen sich beispielsweise die Darmgesundheit und die Zusammensetzung der Darmflora beurteilen. Sie schützt unter anderem vor Infektionen und hilft dem Menschen dabei, die Nahrung zu verwerten.

Bewegung erhöht Anzahl nützlicher Darmbakterien

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Die Forscher gelangten zur Erkenntnis, dass die Studienteilnehmer mit der besten Fitness einen höheren Anteil an Firmicuten hatten. Diese Bakterien, so das wissenschaftliche Team, werden mit einer Schutzfunktion in Verbindung gebracht. Denn sie würden verhindern, dass Bakterien vom Darm aus in den Körper wandern. Laut Ryan Durk würden die Firmicuten metabolische Nebenprodukte abwerfen, die die Darmschleimhaut schützen. Für ihn hat das Ergebnis die Idee untermauert, dass aktiv zu sein eine Art Medizin ist. Auch wenn dabei normalerweise an die Darmgesundheit denkt. „Wir wissen jetzt, dass Bewegung wichtig ist, um nützliche Bakterien im Darm zu erhöhen”, sagt Durk.

Die Forschungsergebnisse wurden im International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism veröffentlicht.

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