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Fieber, Schüttelfrost, starke Kopf- und Gliederschmerzen, Husten: Die Grippeimpfung kann schwere Krankheitsverläufe verhindern.
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Symbolbild

Eine Grippeschutzimpfung kann schwere Krankheitsverläufe verhindern. Lesen Sie, warum und bei wem die Grippeimpfung auch jetzt noch sinnvoll ist.

Die Grippewelle im letzten Jahr ist überwiegend ausgefallen – nicht zuletzt, weil Corona-Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen Infektionen mit Influenzaviren verhindert haben. Das sorgte allerdings auch dafür, dass unser Immunsystem weniger gut auf die Abwehr von Grippeviren und anderen Krankheitserregern vorbereitet ist. Dadurch wird es umso wichtiger, sich gegen die Krankheit impfen zu lassen. Ein weiterer Grund ist das gestiegene Risiko einer Doppelinfektion mit COVID-19 und Influenza (echte Grippe) durch die infektiösere Deltavariante des Coronavirus und die neueste Omikron-Variante.

Wer ist gefährdet?

Gerade für ältere Menschen und Vorerkrankte ist es wichtig, ihren Grippeimpfschutz jedes Jahr neu aufzufrischen. Denn mit zunehmendem Alter und bei Patienten mit chronischen Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Asthma reagiert das Immunsystem oft schlechter, und das macht Betroffene anfälliger für Infektionen. Eine Grippe verläuft bei Ungeimpften häufig schwerer und kann eher zu Komplikationen wie einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung oder einem Herzinfarkt führen.

Ein erhöhtes Gesundheitsrisiko haben auch Schwangere sowie medizinisches und pflegerisches Personal, das sich berufsbedingt leichter anstecken kann. Aber auch für Menschen mit viel Publikumsverkehr wie Busfahrer, Lehrer oder Erzieher sowie bei engem Kontakt zu chronisch Kranken kann eine Grippeimpfung sinnvoll sein. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten der Impfung bei allen Versicherten, für die sie empfohlen ist.

Erkältung oder Grippe?

Die echte Grippe (ausgelöst durch Influenzaviren) unterscheidet sich von der meist harmlosen Erkältung (grippaler Infekt), die durch verschiedene Viren, zum Beispiel Rhinoviren, Adenoviren oder Coxsackieviren, ausgelöst wird. Bei der Influenza treten die Krankheitszeichen in der Regel schneller auf und sind äußerst heftig: Es kommt plötzlich zu sehr hohem Fieber, Schüttelfrost, starken Kopf- und Gliederschmerzen und heftigem Husten. Hohes Fieber von 39 oder 40 Grad kann über mehrere Tage anhalten.

Bei abwehrgeschwächten Menschen kann sie zur Lungenentzündung, schlimmstenfalls auch zu einem Herzinfarkt führen. Einen grippalen Infekt kann man meist selbst kurieren, bei Verdacht auf Grippe sollte man dagegen zum Arzt oder der Ärztin gehen. Noch besser: Man schützt sich im Vorfeld durch die jährliche Impfung

Der Grippewelle zuvor kommen

Da die Influenzaviren durch sogenannte Mutationen ständig ihre Form verändern, muss auch der Impfstoff jedes Jahr angepasst werden. Die WHO legt die Zusammensetzung für den Impfstoff jedes Jahr aufgrund der weltweit beobachteten Labordaten fest. Daher ist jährlich eine neue Impfung erforderlich. Etwa zwei Wochen dauert es, bis sich der Impfschutz aufbaut. Deshalb starten die Impfungen im Oktober und November. Die eigentliche Grippewelle rollt in der Regel in Deutschland aber zwischen Januar und April an. Deshalb ist auch eine spätere Impfung sinnvoll, wenn die Grippewelle noch nicht oder gerade erst begonnen hat.

Grippeimpfung für Ältere

Eine Grippeschutzimpfung kann bei älteren Menschen unter Umständen weniger wirksam sein – das heißt, ihr Immunsystem bildet weniger Antikörper, denn das Immunsystem arbeitet bei älteren Menschen nicht mehr so effektiv. Um trotzdem einen guten Schutz zu erreichen, gibt es für sie den Hochdosis-Grippeimpfstoff Efluelda. Er enthält die gleichen vier inaktivierten Virusstämme wie der Standardimpfstoff, allerdings in vierfacher Menge. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt den höher dosierten Impfstoff allen Personen ab 60 Jahren. Möglich ist auch eine zeitgleiche Auffrischungsimpfung gegen COVID-19.

Auf Hygiene achten

Sowohl Grippe- als auch Corona- oder Erkältungsviren werden durch Tröpfcheninfektion (Niesen und Husten Betroffener) sowie durch Schmierinfektion (über Türklinken, Lesegeräte für EC-Karten oder in der Straßenbahn) übertragen. Zum Schutz vor Ansteckung und damit sich die Viren erst gar nicht weiter ausbreiten, sollte man häufig die Hände mit Seife waschen, in ein Taschentuch oder die Armbeuge husten und große Menschenansammlungen meiden. Verwenden Sie Papiertaschentücher und diese auch nur einmal. Erkrankte sollten Abstand zu anderen halten. 

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